Chinesischer chip-wettlauf: sanções befeuern heimische entwicklung

Die US-Sanktionen gegen China werden voraussichtlich nicht gelockert, sondern sich zementieren. Das zwingt Peking zu einem drastischen Schritt: der Entwicklung einer eigenen, unabhängigen Halbleiterindustrie. Die chinesische Chip-Industrie steht vor einer Mammutaufgabe.

China setzt auf nationale anstrengung, um abhängigkeit von asml zu überwinden

China setzt auf nationale anstrengung, um abhängigkeit von asml zu überwinden

Seit sieben Jahren versucht Washington, Chinas Fortschritt bei der Chip-Produktion auf 5–7 Nanometer zu stoppen. Bisher mit Erfolg: Während Unternehmen wie Samsung und Apple bereits 3- und sogar 2-Nanometer-Chips verbauen, hinkt Huawei hinterher. Die Sanktionen zielen vor allem auf elektronische Designautomatisierungssoftware (EDA), Siliziumwafer und fortschrittliche Fertigungsanlagen – insbesondere auf die extrem ultraviolette (EUV)-Lithografie, die von ASML dominiert wird.

Ein kürzlich veröffentlichtes Paper, verfasst unter anderem vom Mitbegründer von SMIC, dem größten chinesischen Chip-Hersteller, und Führungskräften von Unternehmen wie Yangtze Memory Technologies und Naura Technology, betont die Herausforderungen. Die Fragmentierung der chinesischen Chip-Industrie – Hunderte kleine EDA-Entwickler, Tausende Chip-Designer und Dutzende Wafer-Equipment-Hersteller – erschwert die Koordination erheblich. Eine starke staatliche Lenkung und gemeinsame Finanzmittel sind daher unerlässlich.

ASMLs EUV-Maschinen sind hochkomplex und bestehen aus über 100.000 Komponenten von 5.000 Zulieferern. ASML selbst agiert primär als Integrator. China hat zwar Fortschritte bei EUV-Lasern, zweistufigen Plattformen und optischen Systemen erzielt, doch die nationale Integration dieser Entwicklungen bis 2030 stellt eine enorme Herausforderung dar. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit.

Ein Prototyp einer EUV-Maschine wurde im vergangenen Jahr in Shenzhen entwickelt, produziert aber noch keine funktionsfähigen Chips. Trotz der Schwierigkeiten sehen die chinesischen Chip-Führungskräfte die nationale Initiative als dringend an. Sie fordern, Illusionen aufzugeben und sich auf einen langen Kampf vorzubereiten. Die Autoren betonen, dass die Selbstständigkeit Chinas von entscheidender Bedeutung ist – und dass eine 2-Nanometer-Chipproduktion bald Realität sein wird.

Die Sanktionen können zwar kurzfristig wirksam sein, doch langfristig wird China seine Ambitionen verwirklichen. Die chinesische Chip-Industrie ist nicht nur ein wirtschaftliches, sondern auch ein geopolitisches Machtinstrument. Die Entwicklung einer unabhängigen Fertigungskapazität ist daher nicht nur eine Frage der Technologie, sondern der nationalen Sicherheit. Und die chinesische Regierung hat sich dieses Ziels fest gesetzt.