At&t erhöht preise für ältere verträge – kunden fliegen ab

Die US-amerikanische Telekom-Anbieterin AT&T kündigte eine Preiserhöhung für bestimmte ältere Festpreisangebote an, was die ohnehin schon schwierige Situation des Unternehmens unterstreicht. Die Maßnahme, die Anfang nächsten Monats greifen soll, betrifft Abonnements, die vor dem 24. Juli 2025 abgeschlossen wurden.

Legacy-verträge sollen teurer werden

Legacy-verträge sollen teurer werden

Für einzelne Leitungen steigen die Kosten um 10 US-Dollar monatlich, bei mehreren Leitungen auf einem Legacy-Vertrag erhöht sich die Gesamtbelastung um 20 US-Dollar. AT&T begründet den Schritt mit der Notwendigkeit, die Versorgungssicherheit und die Qualität der Dienstleistungen aufrechtzuerhalten. Doch die Zahlen deuten auf ein anderes Problem hin: Kunden verlassen das Unternehmen in großer Zahl.

Die Abwanderungsrate (Churn Rate) im vierten Quartal 2025 erreichte mit 0,98 % einen neuen Höchststand und übertraf die des Vorjahres um 13 Basispunkte. Trotz eines Nettozuwachses von 1,55 Millionen Postpaid-Kunden im vergangenen Jahr – eine Zahl, die auf den ersten Blick positiv erscheint – sank dieser Wert im Vergleich zu 2024 um 10 %. Das zeigt, dass AT&T zwar neue Kunden gewinnt, aber gleichzeitig viele verliert.

Die Konkurrenz durch T-Mobile, das sich als „Un-Carrier“ positioniert, und Verizon, das sich auf Premium-Dienste konzentriert, verschärft die Lage. AT&T scheint Schwierigkeiten zu haben, ein klares Markenimage zu etablieren. Die Versuche, sich in der Vergangenheit mit dem iPhone und der Figur Lily Adams zu binden, blieben hinter den Erwartungen zurück.

Das Unternehmen muss sich neu positionieren. Eine Marketingoffensive, die klar definiert, welche Rolle AT&T im Wettbewerbsfeld spielen will, ist dringend erforderlich. Andernfalls könnte AT&T die Zeichen der Zeit nicht erkennen – und die Kunden werden weiter abwandern.