At&t setzt auf glasfaser: kampf um kunden in neuen märkten
at&t steht vor einer Herausforderung: Während die Abonnements in einigen Regionen zurückgehen, setzt der Telekom-Riese auf den Ausbau seines Glasfasernetzes, um neue Kunden zu gewinnen. Die Akquisition des Consumer-Glasfasergewerbes von Lumen für etwa 5,75 Milliarden US-Dollar ist ein strategischer Schritt, der jedoch mit erheblichen Investitionen und Überzeugungsarbeit verbunden ist.

Glasfaser-zielgruppe unterdurchschnittlich erschlossen
Die Übernahme hat at&t den Zugang zu rund einer Million neuen Glasfaseranschlüssen verschafft und das Netzwerk auf über 4 Millionen glasfaserfähige Standorte in den USA erweitert. Doch nur etwa 25 Prozent der Haushalte, die potenziell von dem Angebot profitieren könnten, haben bereits einen Anschluss. Im Vergleich zu den etablierten Märkten von AT&T, wo etwa 40 Prozent der Haushalte Glasfaser nutzen, ist dies eine deutliche Unterlegenheit.
Der Unterschied liegt in der Konkurrenz. AT&T muss Kunden von T-Mobile und Verizon abwerben – ein schwieriges Unterfangen. Denn die Bereitschaft, sowohl Festnetz- als auch Mobilfunkdienste beim selben Anbieter zu beziehen, ist noch gering. Weniger als 20 Prozent der bestehenden Glasfaser-Kunden nutzen bereits AT&T für ihre Mobilfunkversorgung. Das ist die Hälfte des Anteils in den etablierten Märkten.
AT&T plant daher verstärkte Marketing- und Vertriebsaktivitäten, um die Akzeptanz zu erhöhen. Das Versprechen: Kunden, die sowohl Glasfaser als auch Telefonie bei AT&T beziehen, bleiben länger Kunden und generieren höhere langfristige Werte. Die Konvergenzrate in den neu erworbenen Gebieten ist jedoch niedrig – ein klarer Hinweis auf den Aufwand, den AT&T betreiben muss.
Die Herausforderung besteht darin, Kunden davon zu überzeugen, ihre bestehenden Verträge zu kündigen und sich für AT&T zu entscheiden. Ein Wettlauf, in dem die Überzeugungskraft entscheidend sein wird.