Kostenlose extras bei mobilfunkanbietern: ein teurer deal?
T-Mobile und Verizon locken mit kostenlosen Annehmlichkeiten – von Gutscheinen bis hin zu Kreditkarten. Doch diese vermeintlichen Gefallen sind oft nur ein trügerischer Schein.

Die illusion des gratis
Während die Grundpreise für die oft als attraktive Angebote beworbenen Mobilfunkpläne bereits hoch sind, zahlen Kunden letztendlich den Preis für diese vermeintlichen Gratisleistungen – meist indirekt.
T-Mobile und Verizon pushen aggressiv ihre Kreditkarten. Mitarbeiter, die nicht genügend Neukunden gewinnen, riskieren sogar Konsequenzen. Diese Strategie wirkt fragwürdig, gerade für ein Unternehmen, dessen Kernauftrag die Bereitstellung von Mobilfunkdiensten ist.
Dritte, unabhängige Geschäfte sind oft noch schlimmer. Ein Verizon-Partnerladen wurde beispielsweise beschuldigt, besonders vulnerable Kundengruppen wie ältere Menschen auszunutzen, indem Loyalitätsangebote versteckt und die teuerste Option als einzige Wahl präsentiert wurde.
Die anbieter setzen zunehmend auf künstliche Intelligenz, was bei Kunden, die sich nach menschlichem Kontakt sehnen, auf Ablehnung stößt. Die Reduzierung des persönlichen Supports wirft die Frage auf, ob die hohen monatlichen Kosten wirklich gerechtfertigt sind.
T-Mobile und Verizon profitieren von der Infrastruktur, die von Anbietern wie Google Fi und MobileX bereitgestellt wird. Allerdings schaffen sie eine Illusion von Fülle, die Kunden dazu verleitet, mehr zu bezahlen, als sie tatsächlich benötigen. Wer hauptsächlich über WLAN verbunden ist, muss sich kaum Sorgen um Datenvolumen oder Geschwindigkeit machen. Die vermeintlichen kostenlosen Extras sind oft nur ein Nebeneffekt.
Wer seine monatlichen Kosten kritisch hinterfragt und seine tatsächlichen Bedürfnisse erkennt, entdeckt möglicherweise, dass die teuersten Pläne nicht unbedingt die besten sind. Die Anmache mit dem Wort „kostenlos“ kann teuer werden.