Anthropic-spektakel: milliardär bietet millionen für claude-aktien
Ein Wettlauf um die Zukunft der künstlichen Intelligenz tobt – und er ist geradezu rücksichtslos. Storm Duncan, ein Tech-Milliardär und Partner bei der Boutique-Investmentbank Ignatious, hat eine schockierende Aktion für seine Anthropic-Anteile angeboten: 4,8 Millionen Dollar für eine einzelne Aktie.
Der preis für den ki-boom
Duncan erklärte gegenüber Business Insider: „Wenn du angeln willst, musst du einen Wurm auf den Haken legen.“ Er betonte, dass er keine andere Option sehe, als sich in diesen rasanten Aufstieg der Startup-Firma einzubringen. Anthropic, die hinter dem vielversprechenden Sprachmodell Claude steckt, hat in den Sekundärmarkten eine Bewertung von einer beeindruckenden 1 Billion Dollar erreicht – getrieben von Investoren, die von dem explosiven Wachstum und dem Erfolg von Claude Code begeistert sind.
Doch die Besessenheit scheint auch die Preise in die Höhe treiben. Anthropic selbst näherte sich kürzlich einer Bewertung von 800 Milliarden Dollar an, während das Unternehmen sich offen mit OpenAI, dem Unternehmen hinter ChatGPT, duelliert.

Duncan’s exklusives anwesen als anreiz
Duncan, der hauptsächlich in Jackson Hole, Wyoming, lebt, hat zusätzlich zu dieser Aktion auch eine luxuriöse 13 Hektar große Immobilie in Mill Valley, Kalifornien, ins Spiel gebracht. Die Villa, komplett möbliert und mit Panoramablick auf San Francisco, ist mit einem Infinity-Pool und Spa ausgestattet – und nur 20 Autominuten von Anthropic’s Hauptsitz entfernt. „Das ist für Anthropic-Mitarbeiter ideal“, so Duncan. „Wahrscheinlich wollen kaum jemand von ihnen meine Miami- oder Jackson-Hole-Eigenschaft.“
Die strategische Platzierung der Immobilie dient als Anreiz, um die Anteile von Mitarbeitern zu mobilisieren, die bisher ihre aktien nicht verkaufen konnten. Duncan hat bereits zahlreiche Angebote von derzeitigen und ehemaligen Anthropic-Mitarbeitern sowie von frühen Investoren erhalten. „Einige sind Mitarbeiter, andere haben früh investiert“, sagte er. „Ich glaube, sie sind ernsthaft, aber es ist eine komplexe Transaktion.“

Skepsis und ungewöhnliche deals
Die Reaktion auf Duncans Angebot ist gemischt. Einige Experten sehen darin lediglich eine Marketing-Aktion oder ein Zeichen des Booms, der bald platzen könnte. Andere spekulieren, dass die wertvollsten Besitztümer Duncans nicht seine Immobilien, sondern seine Anthropic-aktien sind. Frühere Beispiele zeigen, wie Künstler wie David Choe im Jahr 2005 statt 60.000 Dollar in bar Aktien von Facebook erhielten, was zu einer Gewinnmarge von rund 200 Millionen Dollar nach dem Börsengang im Jahr 2012 führte.
In den frühen Tagen der Dotcom-Blase tauschten auch Immobilienbesitzer in San Francisco Aktien von Startups gegen Mieteinnahmen. Duncan betont, dass er bereits Anteile an Anthropic besitzt, die er 2024 zu deutlich niedrigeren Preisen erworben hat. Nach der beeindruckenden Performance von Claude Code in seiner eigenen Firma ist er nun zuversichtlich, sein Portfolio zu verdoppeln.

Die herausforderung für apple und amazon
Anthropic arbeitet bereits mit Unternehmen wie Apple und Amazon zusammen, um fortschrittliche KI-Modelle zu testen. Duncan ist überzeugt, dass die Implementierung von Claude Code in seiner Firma die Produktionsleistung um das Dreifache steigern und die Kosten um 50 Prozent senken wird. „Ich hätte gerne mehr Exponierung für dieses Projekt“, erklärte er. Die derzeitige Knappheit an liquiden Aktien im Sekundärmarkt treibt die Preise in die Höhe und erschwert es Investoren, sich zu diversifizieren – insbesondere für Mitarbeiter, die in Großstädten wie San Francisco mit hohen Lebenshaltungskosten leben.
Die Zahlen sprechen für sich: Selbst gut bezahlte Berufstätige mit einem Vermögen von 100 Millionen Dollar können ihre Anteile nicht verkaufen, da diese illiquide sind. Duncan ist nun auf die Suche nach Investoren, die bereit sind, einen großen Betrag zu investieren, um die Expansion von Anthropic zu unterstützen.