Apple kippt maps: anzeigen kommen – und das ist kein zuckerschlecken
Apple hat eine Entscheidung
getroffen, die für viele Nutzer eine Zumutung sein wird: Ab sofort werden Anzeigen in der beliebten Karten-App Apple Maps eingeblendet. Damit endet die bisherige Strategie der kostenlosen und werbefreien Navigation.Der grund: mehr umsatz, weniger ideale
Laut internen Quellen des Konzerns soll das neue Geschäftsmodell, genannt "Apple Business", vor allem dazu dienen, die Einnahmen im Dienstleistungsbereich zu steigern. Apple generierte im vergangenen Jahr bereits über 100 Milliarden Dollar mit seinen Diensten wie iCloud, dem App Store und Apple News+. Die Integration von Anzeigen verspricht, diesen Wert noch deutlich zu erhöhen.
Die Anzeigen werden sich in der Suchoberfläche und in einem neuen Bereich namens "Empfohlene Orte" präsentieren, der lokale Trends hervorhebt. Ein Restaurant, das gerade besonders beliebt ist, könnte beispielsweise direkt in diesem Abschnitt angezeigt werden.

Keine auszeit für die privatsphäre
Allerdings gibt es einen entscheidenden Knackpunkt: Nutzer können die Anzeigen in Apple Maps nicht deaktivieren. Die Vorgehensweise entspricht dabei der des App Stores, wo Apple bereits Werbebanner einsetzt. Anfangs werden die Anzeigen lediglich in den USA und Kanada zu sehen sein – doch die Tendenz geht klar in Richtung einer weltweiten Ausweitung.
Die Reaktion der Nutzer ist vorgezeichnet. Experten und viele Apple-Fans äußern sich bereits verärgert über den Schritt. Die Konkurrenz, insbesondere Google Maps, hat bereits seit langem Werbebanner in ihrer App. Apple scheint sich nun dieser Entwicklung nicht mehr entziehen zu können.
Ich persönlich bin ehrlich gesagt wenig beeindruckt. Die Funktionen von Apple Maps waren bisher die Stärke der App – und jetzt soll diese Stärke durch Werbung geschmälert werden. Ich werde mich zurückziehen und stattdessen auf Waze setzen, wo ich zumindest die Möglichkeit habe, die Navigation werbefrei zu genießen.

Fazit: ein bitterer nachgeschmack
Apple hat mit der Einführung von Anzeigen in Apple Maps einen Hebel gedreht. Ob sich dieser Schritt langfristig für das Unternehmen lohnt, wird sich zeigen. Eine Sache ist jedoch klar: Die Zeiten der werbefreien Navigation in der Apple-Welt sind vorbei. Und das ist, ehrlich gesagt, ausgesprochen enttäuschend.