Apple's faltbares: versprechen zu viel, zu spät?

Die Gerüchteküche brodelt seit Jahren, und nun steht er wohl vor der Tür: Apples erster faltbarer iPhone. Doch statt der erwarteten Revolution entpuppt sich das Gerät offenbar zu einer Enttäuschung – und das, obwohl Konkurrent Samsung bereits deutlich weiter ist. Der Hype ist verflogen, und die Frage ist, ob Apple hier nicht den Anschluss verpasst hat.

Ein knitterfalz, der das image trübt

Der Kern des Problems liegt im Display. Während Apple lange Zeit darauf bestand, die Falttechnik erst dann auf den Markt zu bringen, wenn ein absolut nahtloser Übergang ohne sichtbare Falte möglich ist, hat das Unternehmen seine ambitionierten Ziele offenbar verfehlt. Berichten zufolge weist das Display des Foldable iPhone tatsächlich eine, wenn auch nur geringe, Falte auf. Das mag für den durchschnittlichen Nutzer kaum sichtbar sein, doch für Apple, das sich selbst als Perfektionist versteht, ist das ein schwerer Schlag.

Was besonders bitter ist: Samsung hat bereits eine Lösung für das Problem gefunden. Das Unternehmen hat ein faltbares Display entwickelt, das gänzlich ohne Falte auskommt und könnte dieses auch im kommenden Galaxy Z Fold 8 zum Einsatz bringen. Das bedeutet, dass Apple nicht nur hinter Samsung zurückliegt, sondern möglicherweise auch ein Produkt auf den Markt bringt, das technologisch veraltet ist, sobald es überhaupt erscheint.

Kompromisse bei der technik

Kompromisse bei der technik

Doch die Enttäuschung geht weiter. Anstelle von Face ID setzt das Foldable iPhone auf den Seiten-Touchsensor – eine Rückkehr zu einer Technologie, die Apple vor Jahren zugunsten der Gesichtserkennung aufgegeben hat. Für viele Nutzer wird dies ein spürbarer Rückschritt sein. Auch die Farbpalette ist wenig inspirierend: Nur Schwarz und Weiß stehen zur Verfügung, während die regulären iPhone 18 Pro-Modelle in frischen Farben erhältlich sein werden.

Es ist offensichtlich, dass Apple bei der Entwicklung des Foldable iPhone Kompromisse eingehen musste. Der Preis soll zwar moderat sein, möglicherweise sogar unter den Gerüchten von 2.400 Euro liegen. Doch das entschädigt nicht für die technischen Einschränkungen und das veraltete Design.

Die Tatsache, dass es sich um ein First-Generation-Produkt handelt, birgt zudem das Risiko von Hardware- und Softwarefehlern. Die Geschichte lehrt, dass Apple in der Vergangenheit nicht immer mit seinen ersten Versuchen erfolgreich war und Produkte schnell wieder einstellte.

Apple hat sich einen Namen gemacht, indem es Trends gesetzt und die Konkurrenz übertroffen hat. Doch beim Foldable iPhone scheint das Unternehmen nun selbst zum Verfolgenden geworden zu sein. Es bleibt abzuwarten, ob Apple seine Strategie noch einmal korrigieren kann, bevor der Markt endgültig von Samsung und anderen Herstellern dominiert wird. Der Hype ist verflogen. Die Frage ist, ob die Fans noch warten wollen.