Blu-ray stirbt aus: sony stellt produktion ein – was bedeutet das für sammler?
Das Blu-ray-Format, einst König der Video-Speicherung, steht vor dem Aus. Sony beendet die Produktion von Blu-ray-Geräten, ein Schritt, der das Ende einer Ära einleitet. Das hat Konsequenzen – für Privatbesitzer und Sammler.

Die digitale revolution überholt den silberling
Die Entscheidung von Sony ist nicht überraschend, doch sie trifft viele Nutzer unvorbereitet. Auch andere Hersteller wie Regza hatten bereits aufgegeben. Die letzten verfügbaren Modelle werden bis zum Erschöpfend des Lagerbestands verkauft, Nachschub gibt es nicht mehr. Das betrifft nicht nur die Player, sondern auch die Discs selbst. Einige Hersteller stellen die Produktion ein, was zu einer Verknappung führt und Sammler dazu verleitet, Vorräte anzulegen.
Die Haltbarkeit der Blu-ray-Discs selbst ist nicht das Problem. Bei richtiger Lagerung können sie 30 bis 50 Jahre halten. Der Engpass liegt in der Verfügbarkeit der Geräte, die sie abspielen können. Auch die Produktion von externen Lesegeräten wird eingestellt. Eine Entwicklung, die durch den Aufstieg des Streaming bedingt ist:
Streaming-Dienste haben das Sehverhalten grundlegend verändert. Die Notwendigkeit, Filme und Serien physisch zu besitzen, schwindet. Ein weiterer Faktor ist die in Japan populäre Praxis, Fernsehsendungen zu aufzunehmen – ein Markt, der einst 90 % der weltweiten Blu-ray-Player-Nachfrage ausmachte. In anderen Regionen war diese Kultur weniger verbreitet.
Die Technologie wird noch eine Weile verfügbar bleiben, doch der Trend ist unaufhaltsam. Der Blu-ray-Abschied ist keine plötzliche Katastrophe, sondern das ruhige Auslaufen einer Ära. Eine Ära, in der man noch Filme in den Händen hielt und eine Sammlung aufbaute – ein Konzept, das in der schnelllebigen digitalen Welt zunehmend an Bedeutung verliert. Die Zukunft gehört dem Streaming – und dem Cloud-Speicher.