Drones transformieren den kriegsalltag in der ukraine

Die Kriegsfronten haben sich verändert. Statt nahe am Feuer zu stehen, fahren heute viele Militärs aus sicherer Entfernung die Geschicke der Schlachten. Dazu zählt auch Leyla Abdullaeva, die als erste Frau überhaupt eine Truppe von Drohnenkommandos in der 20. unabhängigen Brigada der nicht-menschlichen Systeme in der Ukraine anführt.

Leyla abdullaeva: eine führungskraft im digitalen krieg

Leyla abdullaeva: eine führungskraft im digitalen krieg

Abdullaeva, 36 Jahre alt, hat den Weg von der Tech-Industrie in den Militärdienst beschritten. Zunächst wurde sie abgelehnt, als sie sich freiwillig meldete, nach dem Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine. Erst als Pilotin von kleinen drohnen, dann für die Aufklärung und schließlich mit schweren Angriffsdrohnenqualifikationen etablierte sie sich. Heute führt sie eine Kompanie mit über 100 Soldaten an.

So wie Abdullaeva, verändern sich auch die Anforderungen an militärische Führung. Es geht nicht mehr nur darum, in der Schlacht mitzukämpfen, sondern um die Fähigkeit, komplexe Operationen zu koordinieren, Daten zu interpretieren und Entscheidungen zu treffen, die auf den Einsatz von Drohnen und anderen automatisierten Systemen beruhen.

Abdullaeva selbst gibt zu, dass es ihr noch nicht leicht fällt, die Zentrale Rolle in den Operationen auszufüllen, die sie einst in der Front vorgefunden hat. Doch ihre Erfahrung zeigt, dass der Effekt ihrer Arbeit, wenn sie die Teams leitet, bedeutend größer ist als, wenn sie selbst in den Kampf gezogen wäre.

Die Ukraine setzt in diesem Sinne auf eine neue Generation von Führungskräften, die sich anpassen müssen an die Digitalisierung des Krieges. Abdullaeva ist ein gutes Beispiel dafür, wie wichtig es ist, die Herausforderungen zu überwinden und sich auf die neuen Rollen im militärischen Bereich einzustellen.