Google messages verstärkt schutz vor sms-phishing durch neue funktion
Google Messages verstärkt den
Schutz vor Phishing-Angriffen über SMS. Eine neue Sicherheitsmaßnahme, die in der Beta-Version von Android 14 entdeckt wurde, soll Nutzer vor schädlichen Nachrichten schützen, die über sogenannte SMS-Blaster versendet werden.
Sms-blaster: wie diese geräte phishing ermöglichten
SMS-Blaster sind tragbare Geräte, die sich als legitime Mobilfunkmasten tarnen. Sie locken nahegelegene Geräte an und leiten die Verbindung auf ein illegales 4G-Netzwerk um, das dann auf 2G herabgestuft wird. Diese Reduktion auf 2G ermöglicht es, Spamfilter von Apps wie Google Messages zu umgehen.
Die gefährliche Kombination aus umgeleiteter Verbindung und 2G-Netzwerk ermöglicht es Angreifern, gefälschte Nachrichten direkt an die Nutzer zu senden. In Bangkok wurden beispielsweise über eine Stunde hinweg mehr als 100.000 SMS pro Stunde versendet.
Die Entdeckung eines Codes namens „enable_sms_blaster_protection“ in der Beta von Google Messages deutet darauf hin, dass Google eine Gegenmaßnahme plant. Bisher bietet die App zwar eine Scam-Erkennung, diese soll nun durch zusätzliche Sicherheitsfunktionen ergänzt werden. Die Funktion wird derzeit noch nicht im Detail bekannt, aber die Code-Hinweise sind ein deutliches Zeichen.
Bis eine dedizierte Funktion verfügbar ist, bleibt den Nutzern nur die Möglichkeit, den 2G-Modus auf ihren Smartphones zu deaktivieren. Android bietet dafür den Advanced Protection Mode, iOS Nutzer können Lockdown Mode aktivieren. Diese Maßnahmen sind zwar umständlich, aber stellen im Moment die effektivste Abwehr dar.
Die Geschwindigkeit, mit der diese Angriffe ablaufen – Verbindung zum illegalen Netzwerk, Herabstufung auf 2G und Versand der Nachricht – ist alarmierend kurz. Die Tatsache, dass 2G-Netze leichter zu hacken sind, macht sie zu einem beliebten Werkzeug für Kriminelle. Es ist eine Entwicklung, die die Notwendigkeit einer verstärkten Sicherheitsstrategie für Messaging-Dienste unterstreicht.