Iran droht mit ormuz-schließung – märkte stürzen ab
Teheran setzt die USA unter Druck: Der neue iranische Oberste Führer Ayatollah Ali Khamenei hat die Schließung des Schatt durch den Ormuz als Druckmittel gegen die Vereinigten Staaten angekündigt. Diese Provokation löste sofort eine Flutwelle der Besorgnis an den Finanzmärkten aus, während die Ölpreise erneut in die Höhe schossen.

Ölpreise explodieren nach iranischer drohung
Die Ankündigung Khameneis, die er in einer Fernsehansprache verkündete, erfolgte kurz nach seinem Amtsantritt. Er versprach Rache für die „Blut unserer Märtyrer“ und betonte, dass Angriffe auf US-Basen in der Region fortgesetzt würden. Die Aussage verstärkte die bereits bestehende Unsicherheit in den Energiemärkten erheblich. Brent-Öl stieg kurzzeitig über 100 Dollar pro Barrel, während das US-amerikanische Rohöl um 4,52 Dollar auf 91,77 Dollar zunahm.
Die jüngsten Ereignisse in der Region – Angriffe auf Tanker im Persischen Golf, Evakuierungen von Ölterminals in Oman und iranische Strikes auf Ziele in Dubai und Kuwait – stellen die größte Störung der Ölversorgung seit Jahrzehnten dar, so die Internationale Energieagentur. Ein betroffener Anteil von 7,5 % der weltweiten Versorgung ist bereits gefährdet. Die S&P 500-Aktienfonds fielen um 0,91 %, der Dow Jones Industrial Average um 1,21 Prozent (567 Punkte), und auch der Nasdaq verzeichnete einen Rückgang von 0,9 %.
In Europa blieben die DAX in Deutschland und der FTSE 100 in Großbritannien zunächst relativ stabil, während der CAC 40 in Paris einen Verlust von 0,4 % verzeichnete. Die Angst vor einer anhaltenden Turbulenz der Energieversorgung verstärkt die Inflationsbedenken und bremst das Wirtschaftswachstum aus. Die Maßnahmen zur Dämpfung der Auswirkungen scheinen bislang nur oberflächliche Hilfe zu leisten.
Die Eskalation der Spannungen im Persischen Golf hat die globalen Finanzmärkte in Alarmbereitschaft versetzt. Die Frage ist nicht mehr, ob die Krise die Weltwirtschaft treffen wird, sondern wie tief die Wunden werden.