Ki-boom: ungleichheit wächst – blackrock fordert investitionsreform

Larry Fink, Chef von Blackrock, warnt vor einer wachsenden Kluft: Künstliche Intelligenz könnte die Vermögensungleichheit verstärken. Er sieht eine Wiederholung historischer Muster, diesmal jedoch in einem noch größeren Ausmaß.

Die digitale revolution: wer profitiert wirklich?

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Fink argumentiert, dass der technologische Fortschritt, ähnlich wie frühere Innovationen, dazu führen wird, dass diejenigen, die bereits über Kapital verfügen, noch reicher werden. Die Konzentration von Wohlstand könnte sich verstärken, während Millionen Menschen, die nicht über die notwendigen Ressourcen verfügen, von den Gewinnen ausgeschlossen bleiben.

Die Entwicklung der KI wird zwar Arbeitsplätze schaffen, aber auch vernichten. Die dadurch generierten wirtschaftlichen Werte könnten sich vor allem jenen zugutekommen, die es sich leisten können, in diese Technologien zu investieren. „Wenn die Marktkapitalisierung steigt, aber der Besitz gering bleibt, kann Wohlstand für diejenigen außerhalb noch unerreichbar werden“.

Blackrock selbst setzt diesen Trend fort. Neben dem wachsenden Geschäft mit Daten und Technologie, das inzwischen 2.000 Millionen Dollar umsetzt, tätigte das Unternehmen im vergangenen Jahr eine bedeutende Investition in Aligned Data Centers im Wert von 40.000 Millionen Dollar. Eine Allianz mit führenden Technologieunternehmen soll nun weitere Investitionen in KI, Rechenzentren und deren Energieversorgung ermöglichen.

Fink plädiert für eine Demokratisierung der Investitionen, sieht aber darin sowohl eine Herausforderung als auch eine Chance. Eine Reform des US-amerikanischen Sozialversicherungssystems ist seiner Meinung nach vorrangig zu prüfen, um die Versprechen an die Rentner nicht zu gefährden. Er schlägt eine Diversifizierung der Beiträge vor, die derzeit hauptsächlich in US-Staatsanleihen investiert sind, sowie die Möglichkeit, ab 62 Jahren Leistungen zu beziehen und die Altersgrenze für Geborene nach 1960 auf 67 Jahre anzuheben.

Blackrocks Anleihen sind seit Beginn der jährlichen Briefe von Fink an Aktionäre und Investoren stark gestiegen. Der Erfolg des Unternehmens beruht auf der hohen Nachfrage nach kostengünstigen Indexfonds, aber auch auf strategischen Akquisitionen wie Global Infrastructure Partners, HPS Investment Partners und Preqin – Investitionen, die insgesamt rund 28.000 Millionen Dollar beliefen.

Die Entwicklung ist klar: Die digitale Transformation birgt nicht nur Chancen, sondern auch die Gefahr einer weiteren Spaltung der Gesellschaft. Blackrock setzt auf eine Reform, aber die Frage bleibt: Kann die Demokratisierung der Investitionen die wachsende Ungleichheit tatsächlich aufhalten?