Krypto-hacks: nordkorea fällt millionen euro in den schoß
April 2026 war der schlimmste Monat für Krypto-Hacks seit März 2022, wenn man Februar 2025 ausklammert. Hacker aus Nordkorea erbeuteten dort 554 Millionen Euro in digitalen Währungen, wie die Statistik von CertiK Alert zeigt.

Die meisten betroffenen: drift und kelp dao
Zwei besonders brutale Angriffe trugen dabei den größten Schaden: Bei der Plattform Drift, die auf dem Blockchip Solana basiert, machten die Nordkoreaner nach sechsmonatiger Vorbereitung durch sogenannte Social Engineering-Techniken, wie Phishing, Malware und Spionage, mit dem Zugriff auf die Konten von zwei Mitarbeitern von Drift Skrupellose 243 Millionen Euro aus. Die Sicherheit von Drift hängt entscheidend von wenigen Schlüsselpersonen ab, was für die Hacker eine leicht zu knackende Zentrale eröffnet.
Ähnlich verlief der Angriff auf Kelp DAO, das auf einem Sicherheits-Backbone namens LayerZero aufbaute. Da dieses System nur einen einzig autorisierten Operator benötigt, konzentrierten sich die Hacker auf diese Person, um 233 Millionen Euro zu stehlen. Ein weiteres Indiz für die Schwäche von Krypto-Anbietern: Immer wieder fallen Angreifer auf, indem sie sich als Arbeitnehmer tarnten und so Zugriff auf die digitalen Taschen ihrer Chefs erlangten.
Erst in geringem Maße wurden Angriffe über sog. Exploits (Software-Abstruse) durchgeführt, die nur den 6,6-Prozent-Anteil der ausgelösten Summe ausmachten. Diese Angriffe richteten sich in aller Regel gegen einzelne Anwender und nutzten Malware, um ihre Geräte zu infizieren. Die restlichen 29 Vorfälle im April 2026 enthielten weitere Fälle von Angriffen auf Krypto-Plattformen und Apps, die auf Software-Mängeln basierten.
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