Lazarus-hackers entführen 250 millionen euro – cyberangriff erschüttert krypto-welt

Ein neuer Cyberangriff hat die Krypto-Branche in Aufruhr gebracht: Die nordkoreanische Hackergruppe Lazarus hat erneut zu massivem Diebstahl von Kryptowährungen verpfändet. Über 250 Millionen Euro wurden von einer beliebten Online-Investmentplattform abgeboot – der bisher größte Cyberangriff des Jahres.

Rätselhafte rseth-transaktionen und staatliche hintermänner?

Das Vorgehen der Gruppe, die bereits für zahlreiche großangelegte Diebstähle verantwortlich ist, ähnelt alarmierend den Angriffen von 2025 gegen Bybit, bei denen 1,3 Milliarden Euro an Ethereum entwendet wurden. Die jüngste Attacke auf die Plattform KelpDAO konzentrierte sich auf einen Token des Restaking-Protokolls EigenLayer, den sogenannten rsETH. Fast 116.500 Einheiten des Tokens, was einer Wert von rund 124.600 ETH oder 3.730 Bitcoin entspricht, verschwanden spurlos.

LayerZero bestätigte, dass zwei Server des Unternehmens kompromittiert wurden. Die Cyberkriminellen nutzten eine typische “Garantie”-Waschmethode, indem sie Aave v3 und Wrapped Ether (WETH) nutzten, um eine massive Schuld in den betroffenen Protokollen zu generieren. Die vorläufigen Hinweise deuten auf eine hoch entwickelte, staatlich geförderte Organisation, vermutlich die Lazarus-Gruppe der Republik Demokratischen Koreas, hin.

Experten bestätigen den fingerabdruck des lazarus-teams

Experten bestätigen den fingerabdruck des lazarus-teams

Wie Henri Arslanian von Nine Blocks Capital Management betont, ist die Art des Angriffs eindeutig von Lazarus: „Der angriff weist unverkennbare Merkmale auf, die diese Gruppe eindeutig zuordnen lassen.“ Lazarus ist seit Jahren eine der Elite-Cyberkriminalitäts-Einheiten, die für zahlreiche großangelegte Kryptodiebstähle verantwortlich sind und eng mit dem nordkoreanischen Regime verbunden sind. Berichte aus 2024 deuten auf gestohlene 3 Milliarden US-Dollar seit 2017 und weitere 2,8 Milliarden US-Dollar zwischen 2024 und 2025 hin – ein alarmierender Trend.

Der aktuelle Vorfall erinnert an frühere Angriffe auf WazirX und DMM Bitcoin im Jahr 2024, bei denen über 540 Millionen Euro entwendet wurden. Zum Glück bestätigte die betroffene Firma, dass es keinen Kontagionseffekt auf andere Assets oder Apps gibt. CoinDesk bezeichnet den Angriff als „den größten Cyberangriff gegen Kryptowährungen des Jahres 2026“ und mahnt zur erhöhten Sicherheitsvorsorge.

Kyber-gruppe experimentiert mit postquantenverschlüsseltem windows

Kyber-gruppe experimentiert mit postquantenverschlüsseltem windows

Währenddessen experimentiert die gefährliche Hackergruppe Kyber bereits mit postquantenverschlüsseltem Windows. Dies unterstreicht die zunehmende Bedrohungslage für die Sicherheit der digitalen Welt. Das Schlimme ist: Die rsETH-Transaktionen sind nur ein Symptom eines tieferliegenden Problems – die staatlich geförderte Natur der Lazarus-Gruppe macht diese Angriffe zu einem ernsthaften geopolitischen Risiko.