Linux entführt die mobilfunknetze: open-source-revolution im telekommunikationssektor

Die Mobilfunkwelt steht vor einem fundamentalen Wandel. Was bisher als intransparente Angelegenheit der großen Carrier firmte, könnte sich dramatisch verändern – dank einer überraschenden Entscheidung der Linux Foundation.

O-ran software community an linux ausgeliefert: ein hoffnungsschimmer für interoperabilität

Die Stiftung für Open-Quell-Systeme hat sich die O-RAN Software Community zu eigen gemacht. Das bedeutet im Wesentlichen: Der Schaltzentrale für die Funktion mobiler Netzwerke wird nun Open Source. Kein proprietäres System mehr, sondern ein gemeinsames Gut, an dem jeder arbeiten und verbessern kann. Ein bemerkenswertes Signal von Thomas Lips, dem Verantwortlichen bei der O-RAN Alliance, der mit diesem Schritt seine Mission erfüllt zu sehen scheint – den Wandel aktiv voranzutreiben und die Kontrolle an Linux zu übergeben.

Diese Entwicklung verspricht eine radikale Vereinfachung der Infrastruktur. Die Software für Basisstationen wird nun universal, was den Aufbau von 5G und der kommenden 6G-Generation auf einer gemeinsamen Basis ermöglicht. Linux 7.1 behebt dabei einen gravierenden Schwachpunkt: die Kompatibilität mit Windows – ein Schritt, der die Akzeptanz deutlich erhöht.

Der 6g-horizont: linux als wächter der telekommunikation

Der 6g-horizont: linux als wächter der telekommunikation

Dieser Schachzug war längst in Arbeit. Bereits im Jahr 2018 schlossen sich die O-RAN Software Community und die Linux Foundation zusammen, um die Entwicklung zu beschleunigen. Die Stiftung hat sich zudem mit Unternehmen aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) verbündet, um auch die Netzwerke der Zukunft autonom verwalten zu lassen.

Die Prognosen sind düster für die Betreiber von illegalen IPTV-Streams: Die Liga hat bereits eine historische Geldstrafe von 43 Millionen Euro gegen eine Streaming-Plattform verhängt. Die Augen Europas richten sich auf das 6G – und wie es gestaltet wird. Während Europa bereits die Vorbereitungen für das nächste Mobilfunk-Zeitalter angeht, bleibt die Frage, ob und wie der Umstieg auf 6G tatsächlich gelingen wird.

2030: 70% des Umsatzes aus offenen Netzwerken

Analysten sind bereits euphorisch. Für 2030 wird eine Steigerung der Einnahmen um 70% durch diese Art von offenen und virtuellen Netzen prognostiziert. Die Frequenzbänder für das 6G werden hauptsächlich im 6-GHz-Bereich liegen, wobei regionale Anpassungen möglich sind. Europa sucht bereits nach einem passenden Frequenzslot im Radiofrequenzspektrum.

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