Lithium-goldbruch im supervulkan: usa entdecken riesige lagerstätte – aber die risiken sind enorm

Ein Wettlauf um das begehrteste Metall des 21. Jahrhunderts ist im Gange: Lithium. Von Smartphones bis zu Elektroautos – die Batteriekomponenten des modernen Lebens sind ohne dieses leichtere Metall nicht vorstellbar. Doch die Ressourcen sind begrenzt, und die Nachfrage explodiert. Jetzt hat die USA einen potenziellen Gamechanger entdeckt: Ein gigantischer Lithiumvorkommen unter dem Supervulkan im Nevada-Oregon-Gebiet.

Das größte lithiumvorkommen der welt – und eine explosive herausforderung

Das größte lithiumvorkommen der welt – und eine explosive herausforderung

Die jüngste Entdeckung durch Wissenschaftler von GNS Science und der Oregon State University ist sensationell: Schätzungen zufolge handelt es sich um das größte Lithiumvorkommen der Welt, mit 20 bis 40 Millionen Tonnen métriques. Das wäre ein gigantischer Schub für den globalen Lithiummarkt – und ein potenzieller Knackpunkt.

Doch der Zugang zu diesem Lithium-Goldbruch ist alles andere als einfach. Der Vulkankrater, der vor 16 Millionen Jahren entstand, birgt immense Herausforderungen. Die USA setzen bereits auf Finanzierung durch das US-Energieministerium, um die Bergung zu ermöglichen. Die Bohrungen werden sich jedoch aufgrund der extremen Temperaturen und der Notwendigkeit, 30 Meter Gestein zu entfernen, als äußerst komplex erweisen. Die Konzentrationen von Lithium liegen zwischen 1,3% und 2,4% – ein Vielfaches im Vergleich zu anderen bekannten Lagerstätten.

Der Preis für eine Tonne Lithiumcarbonat wird auf rund 37.000 Dollar (ca. 31.615 Euro) geschätzt, was einen Gesamtwert von fast 1,5 Billionen Dollar (1,41 Billionen Euro) ergibt. Trotz dieser enormen wirtschaftlichen Perspektive droht die Entnahme dieses Lithiumvorkommens, mit erheblichen ökologischen und sozialen Risiken verbunden zu sein.

Die Lithium Americas Corporation (LAC), der führende Akteur im Projekt, betont die Tragweite der Entdeckung. Thomas R. Benson, der Wissenschaftler hinter der Studie, sieht das Potenzial, die Abhängigkeit von Lithiumimporten zu reduzieren und die technologische Entwicklung voranzutreiben. Allerdings ist die potenzielle Ausbeutung dieser Ressource mit dem Risiko verbunden, indigene Lebensräume zu fragmentieren und die Wasserversorgung gefährlich zu beeinträchtigen. Die Paiute- und Shoshone-Stämme werden ebenfalls in den Konflikt verwickelt.

Die Konzentration der Lithiumgewinnung auf einen einzelnen Standort birgt das Risiko einer Überlastung der Infrastruktur und eine potenzielle Gefahr für die Umwelt. Es bleibt abzuwarten, ob die USA in der Lage sein werden, die wirtschaftlichen Chancen mit den ökologischen und sozialen Konsequenzen in Einklang zu bringen.

Die Entdeckung im McDermitt-Supervulkan ist ein deutlicher Beweis dafür, dass die Suche nach Lithium weitergeht – aber auch, dass die technologischen und ethischen Herausforderungen enorm sind. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob die USA diesen Wettlauf gewinnen können, ohne die Umwelt und die lokale Bevölkerung zu gefährden.