Mediatek-chips: sicherheitslücke ermöglicht datenzugriff

Ein gravierender Sicherheitsfleck in den System-on-a-Chip (SoC) von MediaTek ermöglicht laut einem Bericht von Ledger, einem Hardware-Wallet-Anbieter, den unautorisierten Zugriff auf vertrauliche Daten von Millionen von Smartphones.

Sicherheitslücke in mediatek-chips offenbart

Die internen Sicherheitsforschler von Ledger, genannt Dojon, haben eine erhebliche Schwachstelle in den SoCs von MediaTek entdeckt, die es Attakern ermöglichen könnte, empfindliche Informationen wie Fingerabdruckdaten, Zahlungsinformationen und Kryptowallet-Schlüssel binnen Sekunden zu erlangen.

Die Sicherheitslücke, die sich in der Trusted Execution Environment (TEE) der MediaTek-Chips manifestiert, kann laut Ledger auch dann ausgenützt werden, wenn das Smartphone ausgeschaltet ist. Dies ermöglicht Hacker den Zugriff auf PIN-Details und andere vertrauliche Daten.

Vulnerabilität nicht exklusiv für mediatek-handys

Vulnerabilität nicht exklusiv für mediatek-handys

Zu den betroffenen Smartphones gehören Modelle von Oppo, Vivo, OnePlus, Samsung und Nothing, die alle MediaTek-Chips verwenden. Ledigerts informierte MediaTek vor der Öffentlichkeit über die Schwachstelle und hat nun Updates für die betroffenen Geräte bereitgestellt, die die Sicherheitslücke beheben.

Die Auswirkungen dieser Sicherheitslücke könnten erheblich sein, da MediaTek-Chips in fast 34 Prozent aller globalen Smartphones eingesetzt werden, wie eine Studie von Counterpoint ergeben hat. Ob die Schwachstelle bisher von Malaktoren ausgenutzt wurde, ist unklar.