Militär verrät position französischer flugzeugträger – via sport-app

Ein unbedachter Fehler eines Soldaten hat die genaue Position des französischen Flugzeugträgers Charles de Gaulle preisgegeben, einem Schlüsselstützpunkt der europäischen Verteidigung im östlichen Mittelmeer. Die Enthüllung erfolgte durch die Sport-App Strava, wie der französische Journalistenleichter Le Monde berichtet.

Wie eine fitness-app die sicherheit eines nuklearflugzeugträgers gefährdet

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Der Soldat, identifiziert als Arthur, hatte in einer 35-minütigen Laufaktivität im Mittelmeer seine Position preisgegeben. Die GPS-Daten der App ermöglichten es, den Standort des Charles de Gaulle präzise zu lokalisieren. Das ist nicht das erste Mal, dass über Strava militärische Positionen aufgedeckt wurden. Bereits 2018 gab es Fälle, in denen geheime US-Basen in Syrien und Afghanistan durch die Heatmaps der App identifiziert werden konnten.

Der Charles de Gaulle, ein Atomflugzeugträger, war in den letzten Tagen im Mittelmeer aktiv, angesichts der Eskalation des Konflikts zwischen Israel und den USA mit dem Iran. Zuvor hatte das Schiff noch Übungen im Nordatlantik im Rahmen von NATO-Manövern absolviert. Die Versetzung des Trägers erfolgte kurz nach der Ankündigung von Präsident Emmanuel Macron am 3. März – zehn Tage vor der öffentlichen Aufdeckung durch Arthur.

Strava, mit rund 150 Millionen Nutzern weltweit, darunter zahlreiche Profisportler und Militärangehörige, bietet Heatmaps, die zwar keine direkten Informationen über die Art der Aktivitäten liefern, aber die geografische Lage der Nutzer offenbaren. Diese Funktion, die 2018 eingeführt wurde, ermöglichte es, auch schwer zugängliche militärische Standorte zu identifizieren. Die Aufdeckung der Position des Charles de Gaulle ist somit ein deutliches Beispiel für die Sicherheitsrisiken, die mit der Nutzung solcher Apps verbunden sind.

Chipre ist derzeit ein Hotspot für die Verlegung von Flugzeugträgern, nicht nur von Frankreich, sondern auch von anderen europäischen Nationen, als Reaktion auf den iranischen Angriff auf die Insel, die strategisch nahe an Israel und Libanon liegt. Die wahre Frage ist nicht, ob solche Fehler noch häufiger passieren werden, sondern wie die Militärs ihre digitalen Spuren in einer zunehmend vernetzten Welt besser schützen können.

Die Enthüllung unterstreicht die wachsende Herausforderung, die moderne Technologie für die Sicherheit militärischer Operationen darstellt.

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