Neuer malware: condibot und monaco bedrohen unternehmen
Die Cyber-Sicherheitsfirma Eclypsium hat zwei neue, bislang unbekannte Malware-Beispiele identifiziert. CondiBot handelt sich um eine Variante eines DDoS-Botnets, während Monaco ein SSH-Scanner und Kryptomining-Tool ist.
Condibot: eine ddos-variante von mirai
CondiBot ist eine Variante des bekannten DDoS-Botnets Mirai, der 2016 bekannt wurde. Es ist ein Binärprogramm in C, das Linux-Geräte infiziert und zu einem Botnet zusammenfasst, um großen Skalenschaden hervorzurufen.
Die Infektion beginnt, wenn ein Angreifer die Schwachstellen in einem Linux-Gerät ausnutzt. CondiBot lädt sich dann auf das System und greift andere Geräte im Netzwerk an, um sie zum Botnet zu machen.
Das Ziel von CondiBot sind insbesondere Geräte von Fortinet. Es versucht, Viren wie Mirai zu installer, die dann weitere Angriffe starten. Es scheint jedoch nicht nur auf Fortinet-Geräte aus, sondern greift auch andere Netzwerke an.

Monaco: ssh-scanner und kryptomining-tool
Monaco ist ein weiterer Malware-Typ, der sich als SSH-Scanner und Kryptomining-Tool ausgibt. Es ist in Go geschrieben und kann SSH-Server über den Port 22 scannen.
Wenn Monaco ein Ziel gefunden hat, versucht es, sich mit einfachen Kennwörtern wie 'admin', 'ubuntu' oder 'root' zu authentifizieren. Wenn dies gelingt, installiert es sich auf dem Gerät und beginnt, Kryptowährungen wie Bitcoin zu minen.
Die Suche nach Monaco führte zu einer IP-Adresse in Singapur, die auf Alibaba Cloud zugreift. Es gibt Anhaltspunkte, dass Monaco von chinesischen Cyberkriminellen entwickelt wurde.
Beide Malware-Typen zeigen, dass Unternehmen ihre Cyber-Sicherheitsmaßnahmen stärken müssen, insbesondere was den Schutz von Netzwerkgeräten betrifft. Angreifer nutzen immer mehr Geräte als Angriffsvektoren, um in Netze einzudringen und Schäden zu verursachen.
Eclypsium warnt, dass DDoS-Angriffe aufgrund von Botnets immer häufiger auftreten, insbesondere zu großen Veranstaltungen wie dem Fußball-WM oder den US-Wahlen. Unternehmen müssen daher ihre Verteidigungslinien stärken und sich auf potenzielle Bedrohungen vorbereiten.