Nvidia kündigt „feynman“-architektur an: riesiger sprung für gaming und ki
Die RTX 50 Super-Serie wird nicht kommen. Doch Nvidia hat eine Antwort parat: Die neue „Feynman“-Architektur, die die Grenzen des Möglichen verschiebt. Die Ankündigung fällt auf die Tech-Konferenz CTC im März 2026 – und verspricht einen gewaltigen Fortschritt für Grafik-Enthusiasten und KI-Forscher.
Nachdem Nvidia überraschend von der Entwicklung der RTX 50 Super-Serie abrückte, scheint das Unternehmen nun mit voller Kraft in die Zukunft zu investieren. Die bald vorgestellte „Feynman“-Architektur, benannt nach dem brillanten Physiker Richard Feynman, markiert einen bedeutenden Schritt nach vorne in der Entwicklung von Grafikkarten und KI-Beschleunigern. Experten sehen darin einen möglichen Game-Changer, der die Performance von zukünftigen GeForce RTX 60er und 70er-Serien massiv steigert.
1,6-Nanometer-prozess: ein quantensprung für die energieeffizienz
Im Zentrum der Innovation steht der Einsatz eines 1,6-Nanometer-Prozesses von TSMC – der erste dieser Art auf dem Markt. Diese Technologie ermöglicht eine deutlich verbesserte Stromführung, reduziert Interferenzen und steigert die Energieeffizienz um über 20 % gegenüber dem bisherigen 2-Nanometer-Prozess. Das bedeutet weniger Wärmeentwicklung und somit die Möglichkeit, noch höhere Leistungsspitzen zu erreichen, ohne die Kühlung zu überlasten.
Die Architektur nutzt zudem das EMIB-T Packaging von Intel, wodurch die Abhängigkeit von den CoWoS-Kapazitäten von TSMC verringert wird. Diese strategische Entscheidung deutet darauf hin, dass Nvidia verstärkt auf eigene Fertigungswege setzt, insbesondere im Hinblick auf die wachsende Bedeutung von KI-Trainings und -Inferenz.
Es gibt bereits erste Berichte über Probleme mit einigen RTX 5090-Karten, die überhitzen oder sogar beschädigt werden. Die neue „Feynman“-Architektur soll diese Probleme adressieren, allerdings erfordert sie auch eine noch ausgefeiltere Kühllösung, vermutlich in Form von Flüssigkeitskühlung. Die hohen Produktionskosten werden vermutlich durch die eingesetzte Technologie und die notwendige Infrastruktur kompliziert.
Während die aktuelle Generation GeForce RTX 50 auf der Blackwell-Architektur basiert, soll „Feynman“ voraussichtlich zwischen 2028 und 2029 auf den Markt kommen. Derzeit kursieren bereits Gerüchte über die nächste Generation, Rubin, die bereits dieses Jahr erwartet wird. Die Konkurrenz durch AMD und Intel mit ihren Radeon- und Arc-Grafikkarten wird durch diese Entwicklung zusätzlich angeheizt. Die Entscheidung von Nvidia, den Launch der RTX 50 Super zu verschieben, scheint sich nun als strategisch kluger Schachzug zu erweisen.
Die Industrie steht vor einer Transformation, die nicht nur die Gaming-Welt, sondern auch die Entwicklung künstlicher Intelligenz grundlegend verändern wird. Die Frage ist nicht mehr, ob diese Technologie kommt, sondern wie schnell sie sich durchsetzt – und welche Unternehmen dabei die Nase vorn haben werden.