Ormuz-straße: iran droht mit blockade – die welt vor einem ölkrisen-szenario
Iran droht mit blockade: die welt vor einem ölkrisen-szenario
nnDie Welt hält den Atem an. Nach dem Scheitern der Atomgespräche mit den USA droht der Iran mit der Blockade des Schlachts Ormuz. Diese strategisch wichtige Wasserstraße im Golf von Persien ist ein Nervenkopf für die globale Energieversorgung und könnte verheerende Folgen für die Weltwirtschaft haben. Die Eskalation der Spannungen zwischen den beiden Nationen wirft die Frage auf, ob eine vollständige Blockade tatsächlich realisierbar ist und welche Auswirkungen sie hätte. Was bedeutet das für uns? Das wollen wir beleuchten.nnDer Schlauch Ormuz ist ein Engpass von beeindruckender Bedeutung. Er verbindet den Persischen Golf mit dem Indischen Ozean und ist lebenswichtig für den globalen Ölhandel. Etwa ein Viertel des weltweiten Seefrachtöls fließt täglich durch diese nur 161 Kilometer lange und 34 Kilometer breite Wasserstraße. Die geringe Tiefe und die Nähe zu iranischem Festland machen sie zudem zu einem potenziellen Ziel für Angriffe.
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Die strategische bedeutung des schlachts ormuz
nnDie Bedeutung des Schlachts Ormuz für die Weltwirtschaft lässt sich kaum überschätzen. Die meisten Ölproduzenten im Persischen Golf, darunter Saudi-Arabien, Irak, Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate und der Iran, sind auf diese Route angewiesen. Im Jahr 2025 transportierte die Wasserstraße rund 16,7 Millionen Barrel Rohöl und Kondensat täglich. Hinzu kommt die Bedeutung für den Transport von Naturgas, insbesondere von Katar, das etwa ein Fünftel des weltweiten LNG-Angebots über diese Route exportiert.
nn| Land | Exportvolumen (ungefähr) | Hauptziele |
|---|---|---|
| Saudi-Arabien | ~10 Mio. Barrel/Tag | Asien, Europa |
| Vereinigte Arabische Emirate | ~1,5 Mio. Barrel/Tag | Asien, Europa |
| Irak | ~ 1 Mio. Barrel/Tag | Europa |
| Kuwait | ~ 1 Mio. Barrel/Tag | Asien, Europa |
| Katar | ~ 60% des LNG-Exports | Asien |

Die möglichkeiten des irans
nnOb der Iran tatsächlich den Schlauch Ormuz blockieren kann, ist umstritten. Nach der UN-Seerechtskonvention dürfen Staaten bis zu 12 Seemeilen von ihrer Küste Souveränität ausüben. Sie müssen jedoch den freien Durchgang für neutrale Schiffe gewährleisten. Der Iran hat das Abkommen zwar unterzeichnet, aber nicht ratifiziert. In der Vergangenheit hat der Iran mit navalen Drohungen gelockt, aber nie eine vollständige Blockade durchgeführt. Eine solche Maßnahme würde jedoch mit einer starken Reaktion der westlichen Marine, insbesondere der US-Marine, rechnen.
nnDer Iran könnte auch ohne den Einsatz von Kriegsschiffen erhebliche Störungen verursachen. Dies reicht von der Nutzung kleiner Patrouillenboote zur Belästigung von Schiffen bis hin zu Angriffen mit Raketen und Drohnen auf Frachtern. Eine weitere Option wäre das Auslegen von Seeminen, was aber auch zu Schäden an eigenen Schiffen führen könnte.TAG104nn Die Gefahr einer Blockade
Historische präzedenzfälle und aktuelle reaktionen
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Die verschiebung des fokuss
nnSeit Ende 2023 hat sich der Fokus der Sicherheitsbemühungen vom Schlauch Ormuz auf den Bab-el-Mandeb-Kanal verschoben. Hier greifen von Iran unterstützte Houthi-Rebellen Schiffe im Rote Meer an, das den Aden-Golf mit dem Indischen Ozean verbindet. Die USA haben die Geschwindigkeit von Schiffen im Schlauch Ormuz erhöht, um das Risiko zu minimieren, und US-amerikanischen Schiffen empfohlen, sich so weit wie möglich vom iranischen Hoheitsbereich fernzuhalten. Ein US-Kampfflugzeug vom Typ F-35C abgeschossen Anfang Februar einen iranischen Drohne, die sich