Paramount-warner-deal: kartellamt droht mit milliardenstrafe

Die Fusion von Warner Bros. Discovery mit Paramount könnte sich in Großbritannien vor einem heftigen Kartellverfahren stellen. Das Wettbewerbskartell (CMA) hat Einwendungen eingereicht und fordert nun Stellungnahmen zur möglichen Wettbewerbsverzerrung durch den Medienkonzern-Deal.

Der deal, der die medienlandschaft verändert

Paramount übertraf kürzlich Netflix im Bieterkrieg und sicherten sich den Zuschlag für die Übernahme. Das Ergebnis ist ein gigantischer Medienkonglomerat, das mit zwei großen Filmstudios – Paramount und Warner Bros. – sowie zwei Streaming-Diensten – Paramount+ und HBO Max – zwei Nachrichtennetzwerke (CNN und CBS) und dutzenden Kabelkanälen ausgestattet ist. Eine beeindruckende, aber potenziell problematisierte Konzentration.

Die CMA-Prüfung ist längst keine Überraschung mehr. Doch die Intensität und die potenziellen Konsequenzen dieses Verfahrens sind ungewiss. Eine Phase-1-Analyse kann bis zu 40 Werktage dauern – ein Zeitraum, der die strategischen Überlegungen von Paramount erheblich beeinflussen dürfte.

Millionenrisiko für den deal

Millionenrisiko für den deal

Die Vereinbarungen sehen eine Strafe von 7 Milliarden Dollar vor, falls die Deal-Verhinderung durch regulatorische Hürden verhindert wird. Zusätzlich drohen 25 Cent pro Aktie vierteljährlich, sobald die Transaktion am 30. September dieses Jahres nicht abgeschlossen ist. Ein bereits durch Netflix auferlegtes Abfindungssplitter von 2,8 Milliarden Dollar für die Vertragsbruch-Schadensersatzforderungen von Netflix, die Paramount für Warner beglichen hat, verschärft die finanzielle Belastung.

Es geht nicht um eine bloße Größenordnung, sondern um die Auswirkungen auf den Wettbewerb in der hart umkämpften Entertainment-Industrie. Die CMA betrachtet die Entwicklung kritisch, da die film- und Fernsehbranche bereits jährlich Milliarden in die Wirtschaft einbringt. Die potenzielle Einschränkung der Auswahlmöglichkeiten und die mögliche Beeinträchtigung der Kreativität sind zentrale Argumente der Kartellbehörde.

Die Verantwortlichen von Paramount und Warner Bros. Discovery haben bisher keine Stellungnahme abgegeben. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob der Deal vom Kartellamt genehmigt wird oder ob Paramount mit erheblichen finanziellen Konsequenzen leben muss.