Ps3-update rettet blu-ray-wiedergabe – und gefährdet modding?
Seit 19 Jahren ist die PlayStation 3 auf dem Markt – doch Sony hat das Schiff längst verlassen. Jetzt gibt es ein Update, das für PS3-Besitzer wichtig ist, außer in einem Fall: Wenn die Konsole gehackt wurde.

Letzte rettung für blu-ray-filme
Sony hat ein neues System-Update für die PS3 veröffentlicht. Der Grund: Die Verschlüsselungsschlüssel für Blu-ray-Filme müssen jährlich oder alle anderthalb Jahre erneuert werden. Das bedeutet, dass die PS3-Firmware regelmäßig aktualisiert werden muss, selbst wenn der Hersteller das Produkt schon lange nicht mehr unterstützt.
Die letzte verfügbare Firmware-Version für die PS3 ist die 4.3. Ein Update ist empfehlenswert, um weiterhin Blu-ray-Filme genießen zu können. Doch es gibt eine Haken.
Die PS3 war einst ein beliebtes Ziel für Modder. Durch das Aufbrechen der Sicherheitsvorkehrungen konnten Nutzer beliebige Software installieren, darunter auch selbstgebaute Spiele. Dieses Jailbreaken kann aber durch das neue Update neutralisiert werden. Wer seine PS3 modifiziert hat, sollte die Aktualisierung also besser zulegen.
Die Aktualisierung ist unkompliziert. Die PS3 kann entweder direkt über eine Internetverbindung oder per USB-Stick mit dem neuesten Firmware-Update versehen werden. Und während Sony die 3D-Funktion auf der PS5 ignoriert, bleibt die PS3 – trotz ihres Alters – die einzige Möglichkeit, Filme in 3D zu schauen. Ein ironischer Nebeneffekt einer vergessenen Konsole.
Die PS3 ist zwar schon 19 Jahre alt, aber für einige Nutzer, die an ihre Konsole gebunden sind, bleibt sie weiterhin ein wichtiger Bestandteil ihres Heimkinos. Ein Beweis dafür, dass gute Hardware nicht einfach verschwindet, auch wenn der Hersteller sie vergisst.
Die PS3-Ära mag vorbei sein, doch die Geschichte der Konsolenwelt zeigt, dass auch vergessene Geräte noch eine Rolle spielen können – und dass Sicherheitsupdates manchmal mehr verändern, als man denkt.