Ram-krise: pc-preise explodieren – hp navigiert geschickt
Ram-krise: die speicherpreise schießen in die höhe
Die IT-Branche steht vor einer großen Herausforderung: Die sogenannte „RAMeggedon“-Krise. Künstliche Intelligenz (KI)-Unternehmen haben in den letzten Monaten enorme Mengen an RAM und Speicherplatz für ihre Datenzentren angekauft. Dies hat zu einem drastischen Engpass und einer deutlichen Preiserhöhung geführt, die sich in den Preisen aller elektronischen Geräte bemerkbar macht.

Verdopplung der ram-kosten in nur drei monaten
Laut Bruce Broussard, der interimistische CEO von HP, stieg der Anteil von RAM am Preis eines PCs innerhalb von drei Monaten von 15 % auf 35 %. Diese Verdopplung ist eine direkte Folge der Nachfrage durch KI-Anwendungen. Die Konsequenz: Die Preise für RAM, Flash-Speicher, SSDs und Festplatten sind gestiegen, was sich in höheren Preisen für Laptops, Smartphones, Konsolen und Wearables niederschlägt.

Hp trotzt der krise – strategische maßnahmen
Trotz der allgemeinen Preissteigerungen hat HP im ersten Quartal 2026 solide Ergebnisse erzielt. Der Umsatz mit der Personal Systems Division stieg um 11 % auf 10,3 Milliarden US-Dollar. Ein wesentlicher Faktor ist die strategische Beschaffung von RAM und Speicherplatz. HP hat langfristige Liefervereinbarungen abgeschlossen, neue Lieferanten qualifiziert und strategische Lagerbestände aufgebaut. Dies hat dazu geführt, dass die Zeit zur Qualifizierung neuer Materialien um die Hälfte reduziert wurde.

Wachstumstreiber: windows 11 und ki-pcs
Der Umsatzanstieg bei HP wird maßgeblich durch den Trend zu Windows 11 und die steigende Nachfrage nach KI-PCs getragen. Die Verkäufe von PCs stiegen um 14 % im Vergleich zum Vorjahr, was einem Umsatzwachstum von 16 % entspricht. KI-PCs machen bereits 35 % aller verkauften Computer aus. Auch die Nachfrage nach professionellen PCs für Unternehmen ist mit einem Anstieg von 11 % gestiegen.

Auswirkungen auf andere hersteller und kunden
Im Gegensatz zu HP sehen sich Wettbewerber wie Lenovo und Dell gezwungen, ihre Preise zu erhöhen. Asus und Acer in Deutschland haben sogar ihre Webseiten für Treiber, BIOS und technischen Support geschlossen, da sie aufgrund der Knappheit von Komponenten keine neuen Geräte mehr anbieten können. Dies zeigt die gravierenden Auswirkungen der RAM-Krise auf die gesamte Branche.
Zukunftsaussichten: die krise ist noch nicht vorbei
Obwohl HP derzeit die Auswirkungen der RAM-Krise gut kompensiert, ist die Situation noch nicht stabil. Die gestiegenen Preise für Speicherkomponenten dürften sich voraussichtlich auch im Jahr 2026 in höheren Preisen für elektronische Geräte widerspiegeln. Die Nachfrage nach KI und die damit verbundene hohe Speicherkapazität werden die Situation voraussichtlich nicht entspannen.
| Bereich | Umsatz (Q1 2026) | Veränderung zum Vorjahr |
|---|---|---|
| Personal Systems | 10,3 Milliarden US-Dollar | +11 % |
| PCs | (nicht explizit genannt, aber Teil der 10,3 Milliarden) | +14 % |
| Professionelle PCs | (nicht explizit genannt, aber Teil der 10,3 Milliarden) | +11 % |