Raumüberwachung auf neuer schlagkraftbasis: simera sense revolutioniert satelliten-sicherheit

Ein neuer Sensor von Simera Sense Frankreich verspricht, die Sicherheit von Satelliten und kritischen Infrastrukturen im Weltraum grundlegend zu verändern. Die Firma demonstriert eine beispiellose Detailgenauigkeit bei der Erkennung von Objekten aus bis zu 10 Kilometren Entfernung.

Revolutionäre technologie für den zunehmend umkämpften orbit

Die SSA Scape100 Full Motion, entwickelt in Toulouse, bietet eine 360-Grad-Aufnahme mit voller Beweglichkeit und nutzt ein hochmodernes optisches System. Diese Technologie, basierend auf einer 95-mm-Blende, ermöglicht die Identifizierung von Objekten schon ab einer visuellen Magnitude von 10-12,5 – selbst bei schwierigen Lichtverhältnissen. Das ist ein signifikanter Fortschritt im Vergleich zu bisherigen Systemen.

Die Kamera zeichnet sich durch ihren geringen Stromverbrauch, ihre kompakte Bauweise und ihr leichtes Gewicht aus, sodass sie problemlos als Nutzlast in nahezu jeden Satelliten integriert werden kann. Dabei kann sie entweder autonom operieren oder Teil einer koordinierten Satellitenkonstellation sein, um eine kontinuierliche Überwachung zu gewährleisten.

Vom weltraummüll bis zur abwehr potenzieller bedrohungen

Vom weltraummüll bis zur abwehr potenzieller bedrohungen

Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig: Neben der Überwachung von Weltraummüll, um Kollisionen mit Satelliten zu vermeiden, dient die Kamera der kontinuierlichen Beobachtung von Satelliten und der Erkennung von Anomalien. Besonders relevant ist sie bei der Analyse von Überflügen von Satelliten, um Risiken durch unkooperatives oder sogar feindseliges Verhalten von Raumfahrzeugen zu minimieren. Die Präzision dieser Technologie ist hierbei von entscheidender Bedeutung.

Thales erhält einen Vertrag in Höhe von 26 Millionen Euro für die Entwicklung der Teleskope der LISA-Mission, was die steigende Bedeutung der Raumüberwachung unterstreicht. Die deutschen Umsätze im Raumfahrtsektor wuchsen 2024 um 14,9 Prozent auf 1,293 Milliarden Euro – ein deutliches Zeichen der wachsenden Investitionen in die europäische Raumfahrtindustrie. Simera Sense profitiert von dieser Entwicklung und hat bereits über 200 Aufträge von mehr als 50 Kunden, überwiegend aus der NATO, erhalten.

“Unsere Systeme bieten den Raumfahrtoperatoren die Zuverlässigkeit und Reaktionsfähigkeit, die sie benötigen, um zu verstehen, was im Orbit passiert und sicher zu handeln”, erklärt Kammy Brun, Geschäftsführerin von Simera Sense Frankreich. Das Unternehmen setzt nun auf eine Produktionsstätte in Toulouse, um die Nachfrage in Europa und Afrika zu bedienen. Die erste Version der SSA Scape100 Full Motion ist voraussichtlich im zweiten Quartal 2027 verfügbar.