Spaniens digitale zahlungssysteme: bizum rollt aus
Spanien hat sich nicht unbeschädigt den digitalen Wandel im Zahlungsbereich entgehen lassen. Heute erleben Kunden neben traditionellen Bargeldzahlungen auch den Komfort kontaktloser Zahlungen mit Kredit- oder Debitkarten, Smartwatches oder Mobilgeräten. Selbst die Instant-Messaging-Plattform WhatsApp testet erste Zahlungsfunktionen.

Bizum kommt auf die straße
Nachdem die Plattform ursprünglich für schnelle Geldüberweisungen zwischen Privatpersonen konzipiert wurde, erweitert sie nun ihr Angebot und ermöglicht den Einkauf in Einzelhandelsgeschäften. Ab dem 18. Mai werden Kunden von CaixaBank, Banco Sabadell und Bankinter die Möglichkeit haben, Bizum in Geschäften zu nutzen, bevor das Angebot auf weitere Bankkunden ausgeweitet wird.Der funktioniert ähnlich wie die bestehenden kontaktlosen Zahlungssysteme. Benutzer müssen lediglich ihr Mobilgerät an den Datensammler halten und die NFC-Funktion aktiviert haben. Es handelt sich also um eine digitale Karte im Wallet-Format, die genauso wie jede andere Kredit- oder Debitkarte verwendet wird.
Doch Bizum unterscheidet sich von herkömmlichen digitalen Zahlungsmethoden, da es nicht auf Kredit- oder Debitkarten basiert. Stattdessen verlinkt es ein Mobilfunknummer mit einer Bankverbindung und überweist das Geld direkt von einer Konte zu einer anderen, unabhängig vom Bankeninstitt des Empfängers. Das Ziel ist, die Abhängigkeit von großen internationalen Zahlungsdienstleistern wie Visa oder Mastercard zu reduzieren.
Die Geschäfte, in denen Bizum akzeptiert wird, müssen eine Gebühr bezahlen, die wahrscheinlich geringer ist als bei traditionellen Zahlungssystemen.