Stripe: wertvollste fintech eu & weltweit – und kritisiert eu-bureaukratie

Stripe erreicht neuen wert: 159 mia. dollar

Die US-amerikanische Fintech-Plattform Stripe hat einen neuen Höchststand bei ihrer Bewertung erreicht. In einer internen Aktienverkaufsrunde wird das Unternehmen auf 159 Milliarden US-Dollar (ca. 135 Milliarden Euro) geschätzt. Dies macht Stripe zur wertvollsten nicht börsennotierten Fintech-Gesellschaft in Europa und weltweit. Die Transaktion dient dazu, Liquidität für Mitarbeiter und frühere Investoren zu generieren. Große Risikokapitalgeber wie Thrive Capital, Coatue und a16z haben die Verkaufsrunde unterstützt.

Kein börsengang geplant – wachstum im fokus

Kein börsengang geplant – wachstum im fokus

John Collison, einer der Gründer von Stripe, hat in einer Mitteilung klargestellt, dass ein Börsengang derzeit keine Option ist. Das Unternehmen ist profitabel und finanziert sich selbst. Der Fokus liegt weiterhin auf Wachstum und der Entwicklung neuer Produkte. Stripe sieht einen Börsengang im Moment als „eine Lösung, die nach einem Problem sucht“.

Exponentielles wachstum der zahlungsvolumina

Exponentielles wachstum der zahlungsvolumina

Im Jahr 2025 verarbeiteten Unternehmen, die Stripe nutzen, ein Volumen von 1,9 Billionen US-Dollar. Dies entspricht einem Wachstum von 34 % gegenüber dem Vorjahr und stellt 1,6 % des globalen BIP dar. Die Plattform plant, im Jahr 2026 eine jährliche Umsatzrate von 1 Milliarde US-Dollar zu erreichen. Dies unterstreicht die wachsende Bedeutung von Stripe im globalen Zahlungsverkehr.

Kritik an eu-regulierung: „republik der erlaubnisse“

In seinem Jahresbrief üben die Gründer Patrick und John Collison scharfe Kritik an der regulatorischen Landschaft in Europa. Sie bezeichnen die EU als eine „Republik der Erlaubnisse“, in der Innovation zunehmend durch bürokratische Hürden und regulatorische Genehmigungen behindert wird. Die Collisons sehen in der europäischen Gesetzgebung, insbesondere der Europäischen Künstlichen Intelligenz-Verordnung, ein Risiko für die technologische Entwicklung.

Auswirkungen auf künstliche intelligenz (ki)

Die Gründer warnen davor, dass die europäische Regulierung die Entwicklung und Implementierung von künstlicher Intelligenz verlangsamen könnte. Sie betonen, dass das Potenzial der KI, beispielsweise im Bereich der Medikamentenentwicklung, erst voll ausgeschöpft werden kann, wenn regulatorische Prozesse beschleunigt und kostengünstiger gestaltet werden. Eine übermäßige Bürokratie könnte Innovationen ersticken.

Autonomes fahrzeugwesen und nukleare energie

Auch im Bereich des autonomen Transportwesens und der neuen Ansätze in der Kernenergie sehen die Collisons potenzielle Hindernisse durch übermäßige Regulierung. Sie argumentieren, dass eine Vielzahl lokaler Vorschriften die Entwicklung von Technologien wie selbstfahrenden LKWs oder Kernreaktoren erst verzögern und blockieren könnten. Eine Reform der regulatorischen Rahmenbedingungen ist erforderlich, um die Vorteile dieser Technologien zu realisieren.

Strukturierte daten: zahlungsvolumen 2025

MetrikWertÄnderung
Gesamtes Zahlungsverkehrsvolumen1,9 Billionen US-Dollar+34%
Anteil am globalen BIP1,6%-