Trump-aktien: ein desaster im making

Donald Trumps Medienunternehmen TMTG ist ein einziger, monumentaler Fehltritt. Die Aktienkurse sind eingebrochen – aktuell nur noch bei 9 Dollar, ein Schatten seiner einstigen Erwartungen von 3,7 Milliarden Dollar. Eine Analyse zeigt, dass das Unternehmen seit seiner Börsengang im Frühjahr 2024 um fast 90 Prozent an Wert verloren hat.

Die wahrheit hinter der fassade

Truth Social, Trumps Versuch, Twitter zu Parodie zu stellen, hat sich als echtes Fiasko erwiesen. Nutzerzahlen sind lächerlich gering, kaum ein Bruchteil von Facebook oder TikTok. Selbst die First Lady scheint kein Fan zu sein. Die ursprüngliche Idee – eine Plattform für ‘freie Meinungsäußerung’ im Nachgang von Twitter-Sperren – ist längst obsolet. Elon Musks X (ehemals Twitter) hat die Notwendigkeit für eine solche Alternative ja schon lange aufgehoben.

TMTG hat es nicht gerade geschafft, neue Wege zu gehen. Pläne für einen Bitcoin-Fonds, Partnerschaften mit Kryptowährungsplattformen und der Versuch, eine eigene Kryptowährung und eine Vorhersageplattform zu starten, sind ins Leere gelaufen. Sogar die Fusion mit dem Nuklearfusionsunternehmen TAE Technologies, die kurzzeitig zu einem Anstieg der Kurse führte, ist noch nicht final.

Der shortseller triumphiert

Der shortseller triumphiert

Die Stimmung unter den Shortsellern ist bedenklich. Rund 14,5 Millionen Aktien, das entspricht 9 Prozent des Free-Float, werden aktuell shortgeschrieben. Diese Einschätzung spiegelt die Überzeugung wider, dass die Aktie weiter fallen wird. Ein Blick auf Investoren wie Todd Schlanger, ein 64-jähriger Innenarchitekt aus West Palm Beach, zeigt, dass viele bereits Verluste realisiert haben.

Selbst der Name ‘Trump’ scheint hier nicht zu helfen. Die Aktie ist weit entfernt von dem, was viele Investoren sich ursprünglich vorgestellt haben – eine Meme-Aktie, vergleichbar mit GameStop oder AMC. Matthew Tuttle, CEO von Tuttle Capital Management, der sogar einen auf die Trump-Aktie gepushten ETF lanciert hat, sieht die Situation nüchtern: ‘Wir hoffen auf eine Trendwende, aber angesichts des Namens ist das ein schwieriger Start.’

Die Entwicklung zeigt deutlich: TMTG ist mehr ein Symbol als eine tragfähige Geschäftseinheit. Kurz gesagt: Trump allein reicht nicht aus, um eine erfolgreiche Medienplattform aufzubauen.