Windows-Neustart ist nicht mehr das Problem – Hiberfil.sys und der 'Hybrid Shutdown'
Viele Windows-Nutzer haben über Jahre hinweg mit Fehlern nach Updates und langsamen Systemen zu kämpfen gehabt. Oftmals wurde lediglich ein Neustart empfohlen, was jedoch nicht immer die Lösung war. Windows verfügt über eine integrierte Funktion, die seit über einem Jahrzehnt anders funktioniert, insbesondere beim Herunterfahren.

Der ‘Hybrid Shutdown’ durch den Startvorgang
Analyst Abhinav Raj von XDA Developers hat aufgewiesen, wie Windows den Herunterfahrensprozess tatsächlich handhabt und warum der ‘Aus’-Button sich im Vergleich zu früheren Windows-Versionen verändert hat. Die im Windows 11 allgegenwärtige App ist ein potenzielles Problem: Sie verbraucht viel Arbeitsspeicher (RAM) des PCs, auch wenn er nicht aktiv genutzt wird. Was passiert wirklich beim Herunterfahren von Windows und warum existiert die Datei hiberfil.sys?
Die Einführung des ‘Quick Startup’ im Jahr 2012 mit Windows 8 hat die Art und Weise, wie das System heruntergefahren wird, grundlegend verändert. Es kombiniert Elemente der traditionellen Hibernierung mit dem herkömmlichen Herunterfahren, um die Startzeit zu verkürzen. Windows speichert einen Teil des Systemzustands in der Datei hiberfil.sys, um das System beim Neustart schnell hochfahren zu können, ohne lange Wartezeiten. Dies geschieht durch eine Art ‘Hybrid Shutdown’ – eine Mischung aus Hibernierung und Herunterfahren.
Windows schließt zwar die Sitzung und alle Prozesse, aber der Kernel-Zustand und bestimmte Treiber bleiben aktiv. Diese ‘Instantanz’ ermöglicht einen schnellen Neustart, den Microsoft als ‘Hybrid Shutdown’ bezeichnet. Obwohl dies die Effizienz beim Zugriff auf das System verbessert, sollte man bedenken, dass diese Funktion auch dazu führt, dass viele Geräte seit Jahren keinen vollständigen Shutdown mehr durchführen.