Hollywood in auge: paramount und warner bros. auf kollisionskurs

Die US-amerikanische Unterhaltungsindustrie steht vor einer tiefgreifenden Zerreißprobe. Mehr als 1000 Spitzenstars aus Hollywood, darunter Namen wie Joaquin Phoenix, Glenn Close und Adam McKay, haben eine Erklärung unterzeichnet, in der sie ihre Ablehnung der Übernahme von Warner Bros. Discovery Inc. durch Paramount Skydance Corp. ausdrücken. Die Transaktion, die mit 110 Milliarden Dollar bewertet wird, könnte die Medienlandschaft noch weiter konsolidieren, was sich negativ auf die Schaffungsmöglichkeiten für Kreative, den Arbeitsplatzabbau in der Produktion und die Preis- Leistungs-Relation für die globalen Zuschauer auswirken könnte. Paramount bleibt schweigend über die mögliche Finanzierung durch Mittel aus dem Mittleren Osten.

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Gigant auf dem vormarsch

Gigant auf dem vormarsch

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Nach einem aggressiven Monatshandel, in dem Paramount die Netflix-Offerte abwies, positioniert sich das Unternehmen als unangefochtenes Gigant. Der neue Konzern würde unter seinem Dach zwei der mächtigsten Legenden des Kinos vereinen, die Plattformen HBO Max und CNN/CBS News gemeinsam besitzen sowie Dutzende spezialisierter Fernsehkanäle umfassen. Diese Konzentration von Macht hat nicht nur in der Kreaturschaft, sondern auch in der Politik Alarmstufen ausgelöst. Die US-Senatorin Elizabeth Warren hat die Transaktion als „5-Alarm-Fire für die Monopolbekämpfung“ bezeichnet, während Gewerkschaften fürchten, dass die Fusion den fortschreitenden Arbeitsplatzabbau im Medienbereich beschleunigen könnte.

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Das finanzielle Gesicht des Deals hat auch harte Kritik hervorgerufen. Sogar die Warner-Bros.-Aufsichtsrat gab zu, dass Paramounts Ziel, 9 Milliarden Dollar zu sparen, die kreative Struktur Hollywoods schwächen könnte anstatt zu stärken. Hinzu kommt die Druck von Regulatoren, die die Transaktion in eine eklatante wirtschaftliche Belastung für Paramount ummünzen könnten. Die Firma hat bereits 2,8 Milliarden Dollar an Netflix als Abbruchgebühr für Warner Bros. gezahlt und würde im Falle eines Scheiterns noch 7 Milliarden Dollar zahlen müssen, dazu kommt eine „Verzögerungsgeld“ von 25 Cent pro Aktie pro Quartal, wenn der Abschluss sich über den 30. September hinauszieht.

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Insgesamt sitzt Paramount in einer angespannten Lage, gezwungen, zwischen juristischen Anforderungen und dem Widerstand der Industrie zu navigieren, die in dieser Transaktion eine direkte Bedrohung für die Vielfalt und Qualität des auf die Leinwand gelangenden Inhalts sieht.