Kürzester arbeitsweg: 3 mio. spanier arbeiten 2026 teilzeit

Spanien möchte den Teilzeit-Arbeitsmarkt fördern. Doch die Konsequenzen für die Rente sind ernst zu nehmen.

Parlamentarische initiative

Die spanische Regierung plant, die Teilzeitarbeit zu fördern. Ziel ist es, die Arbeitsmarktteilhabe zu erhöhen, insbesondere für Frauen. Derzeit arbeiten in Spanien etwa 3 Millionen Menschen – etwa 14% der Erwerbstätigen – teilzeitbeschäftigt. Das ist ein Rekordwert.

Konsequenzen für die rente

Konsequenzen für die rente

Der Vorteil einer Teilzeitarbeit liegt darin, dass sie ältere Menschen oder Eltern hilft, sich auf dem Arbeitsmarkt zu halten. Doch die Auswirkungen auf die Pension sind ernst zu nehmen. Die Rente wird niedriger ausfallen, wenn man nur Teilzeit gearbeitet hat.

Die Gründe sind einfach: Die Rentenberechnung basiert auf den tatsächlichen monatlichen Gehältern, die in den letzten 25 Jahren erzielt wurden. Da Teilzeitbeschäftigte in der Regel auch ihre Löhne reduzieren, erhöht sich auch ihre monatliche Basisrente nicht so stark.

Ein Beispiel: Ein 50-Jähriger, der 20 Jahre lang halbtags gearbeitet hat, kann sich noch für die volle Regelrente qualifizieren, weil er genug Tage gearbeitet hat. Aber seine tatsächliche Rente könnte 30-50% niedriger ausfallen als die eines 50-Jährigen, der die gleiche Zeit, aber vollzeitbeschäftigt war.

Genderaspekt

Genderaspekt

Die Teilzeitarbeit hat starke geschlechtsspezifische Aspekte. In Spanien sind 73% der Teilzeitbeschäftigten Frauen. Das erläutert, warum Frauen durchschnittlich 30% weniger Rente empfangen als Männer.

Um den negativen Auswirkungen auf die Rente entgegenzuwirken, gibt es Strategien. Zu ihnen gehören, mehr Geld in den letzten Jahren zu verdienen, um die Basisrente zu erhöhen, länger zu arbeiten, um mehr Jahre auf die Regelrente anzurechnen oder spezielle Vereinbarungen mit der Gesetzlichen Rentenversicherung abzuschließen.