Landline-nummern halten durch: warum festnetzanschlüsse nicht sterben
Über eineinhalb von fünf US-Erwachsenen leben weiterhin in Haushalten mit einem funktionierenden Festnetzanschluss. Besonders der Mittleren Atlantischen Region hält sich hartnäckig an diese Technologie. Warum? Die Antwort ist überraschend.

Festnetz als anker im digitalen sturm
Verizon hat eine aktuelle Umfrage veröffentlicht, die zeigt, dass trotz der rasanten Entwicklung hin zu mobilen Kommunikationsformen das klassische Telefonnetz nicht aus der Mode kommt. Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von Nostalgie bis hin zu praktischen Überlegungen.
Während sich viele fragen, wann man das letzte Mal ein Festnetztelefon benutzt hat – für die meisten war es vor mehr als zehn Jahren – bietet es immer noch Vorteile, die Smartphones nicht bieten können. Ein Festnetz dient als zentraler Anlaufpunkt für die gesamte Familie. Im Gegensatz zu privaten Handys, die einem einzelnen Nutzer gehören, repräsentiert die Hausnummer das Zuhause selbst. Schulen, Ärzte, Nachbarn und Verwandte können sich zuverlässig an eine Person im Haushalt wenden, ohne lange nach der richtigen Nummer suchen zu müssen.
Die moderne Festnetztechnologie hat sich gewandelt. Heutige Festnetzanschlüsse funktionieren meist über VoIP – Voice over Internet Protocol. Dienste wie Verizon Fios Digital Voice nutzen Glasfasernetze, die auch für Streaming, Gaming und andere Anwendungen im Haus genutzt werden. Das ist kein Ersatz für das Smartphone, sondern eine Ergänzung.
Die Zahlen sprechen für sich: Über 34 Prozent der Haushalte in der Region New England verfügen noch über einen Festnetzanschluss. Das ist ein Zeichen dafür, dass das traditionelle Telefonnetz nicht einfach so verschwinden wird. Es erfüllt eine spezifische Funktion: die Bereitstellung eines zuverlässigen Hauskontakts und einer Kommunikationsmöglichkeit mit weniger digitalen Ablenkungen.
Die einfache Zuverlässigkeit und die zentrale Rolle, die ein Festnetz im Haushalt spielt, sind Faktoren, die viele Menschen nicht bereit sind aufzugeben. Und das ist vielleicht auch gut so.