Pakt zwischen usa und iran: öl fließt wieder – und europa atmet auf
Nach 100 Tagen des Konflikts ist es geschafft: Die USA und der Iran haben einen Friedensabkommen erzielt. Donald Trump hat die sofortige Entspannung des Ormuz-Knotens angekündigt, während der iranische Außenminister Araghchi eine 60-Tage-Frist für die Ausarbeitung des Nuklearprogramms setzt.
Turbulenzen am persischen golf: ein ende im anblick?
Der Deal, der mit der Ankündigung von Trump über soziale Medien bekanntgegeben wurde, markiert einen dramatischen Wendepunkt. Die USA, angeführt von Trump, hatten den Schwellenfluss des Ormuz seit Beginn des Konflikts blockiert – ein Schritt, der weltweit die Energiepreise in die Höhe trieb. Ein Großteil des globalen Ölangebots – rund 20 Prozent – floss zuvor durch diesen strategisch wichtigen Schritt.
Doch die Situation ist komplex. Die USA und Israel sehen weiterhin ein Risiko, dass Irans Nuklearprogramm zu einer Atomwaffe führen könnte. Teheran betont indes, dass seine nuklearen Bemühungen ausschließlich friedlichen Zwecken dienen.

Markt reagiert euphorisch
Die Nachricht löste auf den Finanzmärkten eine Welle der Erleichterung aus. Der Brent-Ölpreis brach um mehr als 4 Prozent ein, während der Euro deutlich an Wert gewann. Ein japanischer Aktienindex stieg um über 3 Prozent. Experten sehen in der Wiedereröffnung des Ormuz eine deutliche Entlastung für die Weltwirtschaft.

Lagarde lobt den deal
Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank, bezeichnete das Abkommen als eine „gute Nachricht“. Die Wiedereröffnung des Ormuz, so Lagarde, ist “besonders begrüßenswert”, insbesondere im Hinblick auf die Entlastung des europäischen Energiesektors.
Tausende Schiffe, die dringend Öl und Gas benötigten, waren weiterhin im Golf Persischer eingeschlossen. Kpler, ein Datenanalyseunternehmen, meldete, dass rund 600 Schiffe auf Ausfahrt warten, während weitere Hundert auf der anderen Seite des Golfes auf die Eröffnung warten. Es ist ein komplexes Geflecht von Abhängigkeiten, das nun hoffentlich gelöst wird.
Diplomatie in der schweiz
Die beiden Länder werden am 19. Juni in der Schweiz offiziell die Unterzeichnung des Abkommens vollziehen. Die Details des Vertrags bleiben jedoch zunächst geheim. Es bleibt abzuwarten, welche Zugeständnisse beide Seiten machen werden, um die Energieversorgung wiederherzustellen und die Spannungen im Nahen Osten zu reduzieren. Die Welt blickt gespannt auf die kommenden Tage.