Spanien lockert regeln für frühzeitige renten
Die spanische Regierung plant
, die Möglichkeiten für eine frühzeitige Pension auszubauen. Bisher mussten Arbeitnehmer, die vor dem offiziellen Rentenalter von 65 Jahren in den Ruhestand wechseln wollten, mit erheblichen Einnahmeinbußen rechnen. Doch nun sollen bestimmte Gruppen, wie Menschen mit einer schweren Behinderung, künftig zehn Jahre früher aus dem Beruf austreten können, ohne dass ihre Rente gekürzt wird.
Neue krankheiten führen zu privilegierten rentenansprüchen
Die 11 neuen Erkrankungen, die die Rentenbehörde anerkannt hat, umfassen unter anderem Parkinson, Spina bifida, Huntington-Krankheit, meduläre Schädigung, multisystemische Atrophie, progressive Supranuclearer Paralys, systemische Sklerose, cortikobasale Degeneration, stadium 5-chronische Nierenerkrankung, dystrophische Myotonie Typ 1 und Amyloidose durch Variante transtiretin.
Um für diese privilegierte Frist zur Rentenberechtigung in Frage kommen, müssen die Betroffenen eine mindestens 45-Prozent-Beeinträchtigung ihrer Arbeitsfähigkeit nachweisen und zumindest 15 Jahre lang gearbeitet haben. Darüber hinaus müssen sie in der Zeit ihrer Invalidität als arbeitsfähig oder assimiliert dazugehörig gelten.
Neue Regeln für belastende Berufe
Die spanische Regierung arbeitet auch an einem neuen Verfahren, um weitere Berufsgruppen, die unter harten Bedingungen arbeiten, die Möglichkeit zu geben, früher in den Ruhestand zu wechseln. Als erste sollen dies die Transportarbeiter, Sanitäter, Baufachleute, Industriearbeiter, Eisenbahnangestellte und Notärztinnen und -ärzte sein. Die endgültige Entscheidung wird jedoch von den Ergebnissen von Fachgutachten abhängen.