Satellitenorbiten: mehr als 13.000 satelliten umziehen die erde
Die Raumforschungsgemeinde berichtet, dass mehr als 13.000 Satelliten der Erde umkreisen. Immer neue Entwicklungen wie Starlink von SpaceX oder Leos von Amazon tragen dazu bei, dass die Zahlen ständig steigen. Doch die Bilder, die im Internet kursieren, suggerieren eine überfüllte Orbitalebensraum, in dem die Kollisionen zwischen den riesigen Maschinen nur eine Frage der Zeit sind. Doch das ist ein Mythos.

Satelliten-orbiten-erklärung
Die Satelliten bewegen sich in vier vorgestellten 'Autobahnen' durch den Weltraum. Die erste ist die niedrigere Erdumlaufbahn (LEO) zwischen 160 und 2.000 Kilometern Höhe. Hier befinden sich die Satelliten von Starlink, Project Kuiper und OneWeb, aber auch das NASA-Teleskop Hubble.
In dieser Höhe ist die Gravitation noch ähnlich wie auf der Erdoberfläche, deshalb müssen die Stationen wie die ISS mit einer Geschwindigkeit von 28.000 Kilometern pro Stunde um die Erde fliegen - das ist etwa eine Umrundung in 90 Minuten.
Die mittlere Erdumlaufbahn (MEO) liegt zwischen 20.000 und 36.000 Kilometern Höhe und beheimatet die Navigations-Systeme wie GPS, Galileo, GLONASS und BeiDou. Es sind weniger Satelliten notwendig als in der LEO, da es einfacher ist, ihre Positionen zu bestimmen.
Siebenmal höher, in geostationärer Umlaufbahn (GEO), umkreisen die Satelliten die Erde in 24 Stunden auf einer Höhe von 35.786 Kilometern. Hier finden sich wichtige Systeme wie Wetter- und Fernsehsatelliten.
Aufgrund ihrer enormen Entfernung von etwa 300.000 Kilometern können die obsoleten Satelliten in einem 'Satellitenfriedhof' versenkt werden, wo sie Millionen von Jahren lang warten, bis sie der Erde wieder zufallen.
So ist die Realität der Satellitenbewegung weitaus komplexer und differenzierter als die mythischen Bilder der Internet-Verbreiter. Die Satelliten sind im Vergleich zum Planeten relativ klein und bewegen sich in verschiedenen Orbiten, um Kollisionen und Störungen zu minimieren.